Starke Frauen in der Filmbranche – frisch gekrönte „Goldene Lola“-Preisträgerin Angelina Maccarone heute im BubbleTalk bei Pro Quote Regie und mehr …

Filmuni-Professorin Angelina Maccarone gewinnt Deutschen Drehbuchpreis 2017

Für das beste unverfilmte Drehbuch wurde Angelina Maccarone, die seit Oktober 2014 als Professorin für Film- und Fernsehregie an der Filmuniversität lehrt, mit der Goldenen Lola ausgezeichnet. Die wichtigste und höchstdotierte nationale Auszeichnung für Drehbuchautorinnen und -autoren verlieh ihr Kulturstaatsministerin Monika Grütters auf Vorschlag einer unabhängigen Fachjury für „KLANDESTIN“. Die Story handelt von vier Menschen, verbunden durch Einsamkeit, Trauer und Entwurzelung. Sie treffen in Brüssel aufeinander, wo jeder etwas von einem der Anderen will, aber alle trotzdem das Gleiche suchen: Heimat, Anerkennung, Liebe. In der Kurzbegründung der Jury heißt es: „Das Drehbuch zeigt auf eindrückliche Weise, wie sehr wir Menschen in dieser globalen Welt miteinander verbunden und voneinander abhängig sind. Es fordert leidenschaftlich dazu auf, Privilegien zu teilen und Verantwortung zu übernehmen.“

Starke Frauen setzen ein Zeichen in der Filmbranche

Treffen kann man die Filmemacherin heute um 17:00 Uhr beim Bubble Talk von Pro Quote Regie e.V. auf der Berlinale. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen von der Filmuni, Vizepräsidentin Barbara Albert und Gleichstellungsbeauftragte Susanne Foidl, sowie der Präsidentin der HFF München Bettina Reitz, der ifs-Geschäftsführerin Simone Stewens und dffb-Studienleiter Bodo Knappheide diskutiert sie über Chancengleichheit in der Branche. Denn obgleich die Zahl der Filmhochschulabsolventinnen und -absolventen nahezu paritätisch ist, sind Frauen in der Kultur und Kreativbranche immer noch unterrepräsentiert und schlechter bezahlt als die Männer. So gab es gemäß einer aktuellen Datenerhebung des Tagesspiegel (siehe „Niedrige Drehzahl“ in der Ausgabe vom 11.2.17) im Jahr 2015 176,1 Millionen Euro Filmförderung für 633 Filme von Männern, 42,5 Millionen für 233 Filme von Frauen.

Um der prekären Situation von Frauen in Film- und Medienberufen entgegenzutreten, unterstützt die Filmuni immer wieder Initiativen, die die Chancengleichheit fördern. So zum Beispiel aktuell das Mentoringprogramm für junge Filmemacherinnen Into the Wild, das Filmuni-Alumna Isabel Šuba ins Leben gerufen hat. 83 Bewerbungen aus den beteiligten Hochschulen, aber auch von extern – das bedeutet nicht nur einen erfolgreichen Start für das Projekt, es verdeutlicht den hohen Bedarf in der Branche. Oder auch sparkx, ein Leadership-Programm für Frauen in Medienunternehmen in Berlin des Erich Pommer Instituts (An-institut der Filmuni) mit dem Ziel, die Aufstiegs-und Karrierechancen von Frauen nachhaltig zu verbessern und gleichzeitig deren Potential für die Unternehmen nutzbar zu machen. Ausführliche Informationen dazu gibt es ab 20. Februar 2017 hier.

Starke Frauen gibt  es auch in den Filmen der Filmuni, etwa in „Gabi“, „Tiger Girl“ oder „Kontener“, die alle auf der Berlinale ihre Premiere feiern.mehr

Übrigens ist für heute auch die Veröffentlichung der aktuellen FFA-Studie „Gender und Film“ zur Geschlechterparität in der deutschen Filmbranche angekündigt. „Pro Quote Regie“ wird noch bis zum 13. Januar 2017 mit einem eigenen Stand auf der Berlinale vertreten sein.

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